Erfahrungsberichte: Reise zu Linux von mir :-)

Auf linuxnews.de gibt es derzeit Erfahrungsberichte verschiedener Menschen, wie sie zu Linux gekommen sind und wie ihre Reise so war.

Nachdem ich die gelesen habe und wirklich interessant fand, möchte ich nun auch meine Reise preisgeben.

Mit 13 hatte sich meine Mutter einen Computer gekauft. Das war 1993 und er kostete inklusive Drucker 5000 Mark. Er hatte 133Mhz. und zwei Festplatten zu je 700Mb. Das war damals ein Monster und es liefen Spiele wie Rayman oder Wing-Commander. Als Betriebssystem war Windows 95 dabei.

Ich selbst bekam zwei Jahre Später einen Computer mit Athlon 500 Prozessor und irgendwie hingefrickelten 98MB Ram, was sagenhaft viel war. Dieser lief zuerst mit Windows 98 und dann XP. Zu dieser Zeit begab es sich, dass ich von einem Freund eine Suse (keine Details mehr im Kopf, was die Version angeht) CD geschenkt bekam. Ich installierte sie, als das Windows gerade mal kaputt war. Ich freute mich sehr endlich dieses Linux mal auf dem Rechner zu haben und konnte überhaupt nichts damit anfangen. Ich hatte natürlich keine Idee von Repos und konnte ja keine .exe-Dateien mehr installieren. Also installierte ich doch wieder das quitsch bunte XP.

Vor dem Studium 2004 nutzte ich dann ein Notebook, damals eines von Lidl, um mal wieder Suse zu installieren. Mit einem Freund zusammen hatten wir uns CD und Anwenderhandbuch usw. gekauft. Nun entdeckten wir auch die Repos und beschäftigten uns mit den Einstellungen usw. Als Oberfläche gabs natürlich KDE. In Erinnerung geblieben ist mir, dass ich per Rechtsklick auf Dateien diese drucken konnte, ohne sie öffnen zu müssen. Das Studium fing an und so für den normalen Studienalltag klappte eigentlich alles. VPN von der Uni gabs auch für Linux und Office ist ja dabei.

Dann kam Ubuntu 6.06 Dapper Drake. Und somit sind wir seit dem Jahre 2006 im Grunde schon am Ende der Geschichte. Ich habe immer wieder Anwandlungen, dass ein „ganz Freies“ und von einer Firma unabhängiges System vielleicht noch besser sei, welches ich dann installiere und nach wenigen Wochen wieder zu Ubuntu zurück komme. Irgendwann wurde mir mal ein Zettel an den Rechner geklebt „Ubuntu ist dein Betriebssystem“. Ich weiß gar nicht genau von wem, aber irgendwer hatte wohl mitbekommen, dass ich mindestens zweimal im Jahr einen Rappel bekomme und dann wieder zu Ubuntu zurückkomme. Mit dabei waren Kanotix (eigentlich recht lang, der Support ist toll), Kubuntu, debian, Fedora, LinuxMint, Chakra-Linux und andere.

Je nach Hardware mussten irgendwelche Bildschirmverhältnisse manuell per Kommandozeile eingegeben werden und Treiber gesucht. Schnell hab ich gelernt, dass für mich eine gute Community wichtig ist, da ein produktiv genutztes System eben funktionieren muss.

Und heute? Mittlerweile ist Ubuntu wieder zurück zu Gnome (ich persönlich fand Unity super) und es ist ein System, das nach der Installation einfach genutzt werden kann. Erstaunlich schlecht funktioniert die Wiedergabe von Blueray DVDs, da benötigt es immer noch irgendwelche Player und Bibliotheken. Aber ansonsten „installieren und los legen“.

Der Drang ab und zu zu spickeln, ob es noch etwas anderes gibt, ist geblieben, aber die Vernunft und die fehlende Zeit sorgen dafür, dass ich mich zurücklehne und gelernt habe: Ubuntu ist mein Betriebssystem

Schön ist, dass ich Canonical durch den Kauf eines USB-Sticks mit Ubuntu unterstütze und einen Stick speziell für die Ubuntu-Installation bekomme.

Vielen Dank an Canonical und die Community. Im Besonderen an ubuntuusers.de

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